Eierlikör und gesunde Kokosmakronen

Eierlikör00Hallo liebe Likörtanten und -onkel,

heute bin ich mal ganz rebellisch und poste mein liebstes Eierlikör-Rezept – außerhalb der Osterzeit! Schließlich legen die Hühner das ganze Jahr über Eier. Wenn man Glück hat. Dieses Rezept habe ich vor längerer Zeit bei Chefkoch entdeckt und es seither schon einige Male ausprobiert. Auslöser war, dass wir von Freunden mit eigenem Bauernhof ein paar Eier geschenkt bekommen haben. Jeder, der schon einmal Eier aus so einer kleinen Hühnerhaltung probiert hat weiß, dass die Früchte konventioneller Haltung einfach nicht damit zu vergleichen sind. Um also möglichst lange in den Genuss dieses Geschenks zu kommen (oder auch nicht 😉 ), habe ich Eierlikör daraus gemacht.

Was ich an diesem Rezept besonders mag, ist die cremige Konsistenz und der Runde Geschmack, der durch den Rum zustande kommt. Außerdem hat er die ein oder andere Umdrehung mehr als sein Korn-Bruder. Seit ich das erste Mal bei meiner Oma Eierlikör getrunken habe, zelebriere ich das Auslecken der alten Likörgläschen und bei dieser Dickflüssigkeit ist das ein besonderer Genuss.

Seit ich dieses tolle Rezept entdeckt habe, gehe ich jedes Mal, wenn wir Eier von Freunden geschenkt bekommen, in die Eierlikörproduktion. Wenn ihr mitmachen wollt, braucht ihr:

Eierlikör01

  • 8 Eigelb von frischen Eiern von glücklichen Hühnern
  • 250g Puderzucker
  • 375ml Kondensmilch
  • 250ml Rum (54%)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • optional: 1 Vanilleschote
  • leere Flaschen zum Abfüllen
  • Trichter

ergibt etwas mehr als 1 Liter Eierlikör

Eierlikör02Zubereitung:

Schlagt die Eigelbe gemeinsam mit dem Vanillezucker mit einem Schneebesen auf und gebt dann nach und nach den gesiebten Puderzucker darunter. Dann rührt die Kondensmilch ein. Zum Schluss kommt noch der Rum und das Mark der Vanilleschote dazu.

Eierlikör03Diese Mischung müsst ihr nun über einem Wasserbad langsam erhitzen – das gibt Armmuskeln! Wenn ihr wollt, könnt ihr die ausgekratzte Schote eurer Vanille noch mitrühren. Die fertige Konsistenz sollte schön dick sein. Aber Vorsicht, das Ganze darf nicht kochen, sonst habt ihr Rührei!

Füllt euren Eierlikör anschließend in die Flaschen ab, lasst aber noch ein bisschen Platz. Da der Likör beim Abkühlen noch dicker wird, müsst ihr eventuell noch etwas Rum oder Kondensmilch zum Verdünnen nachfüllen.Eierlikör04Und nun lasst’s euch schmecken!

Meine Oma trinkt ihren Eierlikör übrigens als „Blutgeschwür“ in Verbindung mit irgendeinem roten Likör. Sieht unappetitlich aus, schmeckt aber fantastisch.

 

Und damit ihr das viele übrige Eiweiß nicht wegschmeißen müsst, zeige ich euch nun noch, wie ihr daraus eine etwas gesündere Version der klassischen Kokosmakronen machen könnt. Dafür braucht ihr:

  • Eiweiß von 8 frischen Eiern von glücklichen Hühnern
  • 200g Kokosraspel
  • Süßungsmittel nach Bedarf (ich habe 2 Päckchen Vanillezucker verwendet, ihr könnt es aber auch mit Stevia, Agavendicksaft oder ähnlichem versuchen)

Eierlikör05Schlagt das Eiweiß auf, bis es fest ist und gebt dabei langsam den Vanillezucker darunter. Dann müsst ihr nur noch vorsichtig die Kokosraspel unterheben.

Eierlikör06Mit Hilfe eines Löffels setzt ihr dann kleine Häufchen (aus der Eiweißmasse natürlich!) auf euer mit Backpapier belegtes Backblech. Diese backt ihr dann im vorgeheizten Ofen bei 180°C für 10-15 Minuten.  Und schon habt ihr eure Kokosmakronen, die ihr zusammen mit einem Gläschen Eierlikör genießen könnt. Oder zwei.

Eierlikör07Nun wünsche ich euch noch einen schönen sonnigen Sonntag und viel Spaß beim Nachmachen! Lasst mich wissen, wie es bei euch geklappt habt!

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