Knusperhäuschen

Knusperhäuschen00Hallo liebe Freunde,

heute gibt es mal einen Beitrag außerhalb der gewöhnlichen Reihe, denn am Mittwoch hatte das Knusperstübchen einjährigen Bloggeburtstag und in diesem Zuge hat die liebe Sarah ein Gewinnspiel zum Thema „Knusper O’Clock“ veröffentlicht:

01_fb_BannerDie Idee und die schönen Gewinne haben mir sofort gefallen und da ich sowieso vor hatte, in der Reihe meiner Weihnachtsposts ein Knusperhäuschen auszuprobieren, habe ich diesen Beitrag einfach spontan etwas vorgezogen.

Vor kurzem hatte ich in einem meiner Lieblingsläden ein solches Häuschen aus Schokocrossies gesehen und musste wie so oft denken „Das kann ich doch auch selber machen!“ Seit ich denken kann, produzieren meine Schwester und ich jedes Jahr zu Weihnachten selbstgemachte Schokocrossies, also hatte ich das Rezept schon im Kopf. Es fehlte nur noch ein Bauplan (den Kamin hatte ich später aus Materialmangel verworfen):

Knusperhäuschen01Die Zutaten, die ich für die Bauteile verwendet habe, sind folgende:

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  • 450g Getreideflakes (die mit gemischtem Getreide knuspern mehr und schienen mir stabiler)
  • 450g Zartbitter-Kuvertüre
  • 3 Stücke gehärtetes Kokosfett („Palmin“, à 25g)
  • Gewürze nach Wunsch (z.B. Zimt, Piment, Anis, Nelken, Kardamom)
  • optional: zusätzlich 150g Kuvertüre + 1 Stück Kokosfett

Knusperhäuschen03Das Ganze habe ich dann einfach im Wasserbad geschmolzen und anschließend die Flakes (die ich vorher etwas kleingedrückt hatte) untergerührt, bis alles gut mit Schokolade bedeckt war.

Knusperhäuschen04Die Masse habe ich dann auf Backpapieren verteilt, auf deren Rückseiten ich mir zuvor die einzelnen Teile als Orientierung aufgezeichnet hatte. Um noch ein bisschen mehr Stabilität in die Sache zu bringen, habe ich dann noch die optionalen 150g Kuvertüre mit dem Palmfett in einem Einmalspritzbeutel geschmolzen und anschließend einige Löcher damit aufgefüllt, die mir ins Auge fielen. Damit alle Teile genug Zeit haben, um richtig gut fest zu werden, habe ich sie dann über Nacht in unserer Speisekammer kalt gestellt. Und dann kommt der schwierige Teil:

Knusperhäuschen05Das Zusammensetzen. Für den „Mörtel“ habe ich zwei Eiweiß steif geschlagen und dann nach und nach 300g gesiebten Puderzucker untergerührt, bis eine zähflüssige Masse daraus wurde.
An dieser Stelle möchte ich euch davor bewahren, den gleichen Fehler zu begehen, der mir beim ersten Versuch passiert war: ich habe das Haus in der Küche zusammengesetzt. Da es aber einige Zeit dauert, bis alle Teile beisammen sind, war die Schokolade der meisten Teile in dieser Zeit wieder etwas zu weich geworden und so fiel das Haus beim Aufsetzen des Daches wieder in sich zusammen. Leider gingen dabei zwei Teile zu Bruch, die ich dann erst einmal wieder flicken und fest werden lassen musste. Da man ja bekanntlich aus seinen Fehlern lernt, habe ich mich in unsere Speisekammer gequetscht und dort meine neue kleine Baustelle errichtet. Dabei habe ich dem Häuschen dann nach jedem zugefügten Teil eine Stunde Trockenzeit gegönnt, da ich zugegebener Weise eine kleine Panik entwickelt hatte, dass mir das Gebäude noch einmal einstürzt. Außerdem habe ich schwere Vorratspackungen aus den Regalen gesucht, um das Ganze etwas abzustützen.

Knusperhäuschen08Schließlich habe ich mein Knusperhäuschen noch mit ein paar kleinen Süßigkeiten dekoriert. Auf den Dachfirst habe ich Mini-Marshmallows geklebt, die Dachziegel habe ich einfach mit meiner Zuckermasse aufgemalt. Den Giebel habe ich mit kleinen Gummiherzen dekoriert und die Tür- und Fensterrahmen bestehen aus schwäbischen Wiebele.

Knusperhäuschen09Hier könnt ihr sehen, wie die Innenseite meines Häuschens aussieht. Es ist wohl offensichtlich, dass ich ja nichts riskieren wollte und daher ordentlich Zuckerguss aufgetragen habe.

Knusperhäuschen07Eigentlich dachte ich, dass ich aus Amarettini ein paar Tannenbäumchen machen könnte, aber irgendwie konnte man das nicht so recht erkennen. Ich hab sie dann trotzdem einfach als Deko vor’s Haus gestellt. Schließlich kam noch etwas geraspelte Kokosnuss darauf geschneit.

Knusperhäuschen06Und so sieht mein fertiges Knusperhäuschen aus. Es ist zwar nicht perfekt, aber es gibt ja viele Häuser mit Baumängeln. Ich kann euch jedoch versichern: schmecken tut’s ganz köstlich! Und es knuspert so schön!
Schade ist, dass es in dieser Größe bei Zimmerwärme nicht sehr stabil ist. Ich könnte mir aber vorstellen, dass kleinere Hütten etwas wärmebeständiger sind und als Einzelportionen ein Hingucker auf einem Dessertteller wären.
Mein Häuschen bewahre ich nun in Einzelteilen in einer Blechdose auf, in der es sich einige Zeit halten wird, und werde es nach und nach essen bzw. verschenken.

Vielleicht probiert ihr es ja auch mal aus? Dann schickt mir gerne ein Bild davon! 🙂

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