Projekt Wasserwoche: Ich muss Pipi!

11407248_10153432049293987_6479169912342765120_nVor einiger Zeit wurde ich durch einen Blog auf die von Gerolsteiner veranstaltete Aktion „Projekt: Wasserwoche“ aufmerksam gemacht. Dort fand ich auch die Weiterleitung zu einem Gewinnspiel, bei welchem es einen Wochenvorrat Mineralwasser zu gewinnen gab. 2,5 Liter pro Tag, macht 18 Liter insgesamt. Die Idee, eine Woche lang nur Wasser zu trinken und dabei auch meine Trinkmenge zu steigern, gefiel mir auf Anhieb, da mir bewusst ist, dass ich eigentlich viel zu wenig trinke. Eine Woche wäre da also ein guter Anfang.

Die Aktion war schon in meinen Hinterkopf gerutscht, als ich vor zwei Wochen eine E-Mail in meinem Postfach vorfinde: „Juhu, du hast einen Wochenvorrat Gerolsteiner gewonnen!“ Jetzt wird es also ernst, das Vorhaben wird umgesetzt werden. Drei Tage später bekomme ich auch schon ein großes und schweres Paket geliefert (arme Paketzustellerin!). In den folgenden Tagen „trainiere“ ich dann bereits ein bisschen und unterziehe meine Blase einem Stresstest. Und ich merke recht schnell: so schwer ist viel trinken gar nicht.

Darüber, dass während des Projekts nur Wasser getrunken werden soll, mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Wasser ist ohnehin mein Hauptgetränkt. Saft mochte ich noch nie so sehr und Kaffee mag ich zwar sehr, trinke ihn aber auch nicht im Überfluss und es gibt durchaus koffeinfreie Tage in meinem Kalender. Und Alkohol trinke ich auch nur selten. Trotzdem genieße ich am Sonntag meine letzte Tasse Cappuccino und bereite mich mental auf die kommende Woche vor. Los geht’s!

Tag 1 (8. Juni): Euphorie! Ich bin total gespannt auf die Woche und hochmotiviert. Da ich 2,5 Liter pro Tag ohnehin für utopisch halte, stecke ich mir vorerst 1,5 Liter als Ziel. Das entspricht einer 0,75l-Flasche am Morgen und einer am Nachmittag. Vor 16 Uhr muss ich damit allerdings fertig sein, damit ich auf meiner einstündigen Heimfahrt um 17.30 Uhr nicht jeden zweiten Rastplatz aufsuchen werden muss. Dieses Ziel erreiche ich ohne Probleme und leere nach meinem abendlichen Lauf sogar noch eine weitere Flasche. 2,25 Liter: Ich bin begeistert!

Tag 2 (9. Juni): Da ich am Morgen mit einem Bewohner zum Arzt fahren muss und die dortige Toilettenlage nicht kenne (eine Sorge, das mich schon mein Leben lang verfolgt), beginne ich erst um 11 Uhr mit meiner heutigen Herausforderung. Heute geht das Mineralwasser etwas schwerer runter, aber trotzdem schaffe ich mein Ziel zur Halbzeit. Nachmittags habe ich sogar bereits um 15 Uhr mein Soll erreicht, danach allerdings noch Durst und keine weitere Flasche mehr bei mir. Außerdem fängt mein Kopf an zu schmerzen. Koffeinentzug scheint mir unwahrscheinlich, vielleicht liegt es am Wetter. Jedenfalls weiß ich nun, dass meine Kopfschmerzen nicht immer darin begründet sind, dass ich zu wenig trinke, denn an diesem Tag habe ich 2 Liter Wasser zu mir genommen.

Tag 3 (10. Juni): Irgendetwas läuft heute schief. Ich komme bei der Arbeit nicht dazu, genug zu trinken und danach darf ich mir bei der Geburtstagsfeier meine Oma nicht mal ein Tässchen Kaffee gönnen. Blödes Projekt! Nur 1,15 Liter, was 84,56% meiner heutigen empfohlenen Trinkmenge entspricht.*

Tag 4 (11. Juni): Es ist heiß. Daher erhöht sich auch meine Trinkmenge. 2,04 Liter sollen es heute sein. Bei der Arbeit bin ich wieder gut dabei und habe diesmal sogar daran gedacht, noch weitere Flaschen im Auto zu deponieren. Auch heute steht abends wieder ein Lauf an, bei dem nochmals eine ganze Flasche draufgeht. Alles in allem schaffe ich 2,3 Liter. Es geht wieder bergauf.

Tag 5 (12. Juni): Ich habe frei. Da unsere gemeinsame Zeit momentan etwas knapp ist, haben mein Freund und ich schon vor längerer Zeit abgemacht, dass wir heute zusammen Stoff kaufen und danach eventuell noch einen Kaffee trinken gehen. Auch diesmal lässt mich die Angst vor plötzlichem Harndrang erst danach mit dem Wassertrinken anfangen. Wir haben weder einen passenden Stoff gefunden, noch haben wir uns in ein Café gesetzt, aber zurück zuhause sündige ich das erste Mal und wir genießen gemeinsam eine Tasse Kaffee auf dem Balkon. Mittags steht es schlecht um meinen Wasserkonsum, aber nachdem ich mich später ein bisschen in der Hitze räkle, kommt der Durst wie von allein und ich schaffe insgesamt – Kaffee einberechnet – 1,82 Liter.

Tag 6 (13. Juni): An diesem Wochenende muss ich arbeiten. Immerhin kann ich mir dann sicher sein, dass immer eine Toilette in der Nähe ist. Das System „Eine Flasche vormittags, eine Flasche nachmittags“ hat sich inzwischen gut bewährt und so halte ich mich auch heute daran. Zum ersten Mal muss ich heute meine Bewohner während des Filmnachmittags zweimal kurz verlassen – die Blase drückt. Und auch auf der Autobahn ist diesmal ein kurzer Halt unumgänglich. Abends sind wir auf einem Straßenfest und da ich ohnehin nur Wasser trinken darf, verzichte ich zugunsten des Blasendrucks ganz auf Flüssigkeitszufuhr, mein Ziel für heute habe ich ja bereits erreicht. Zurück Zuhause komme ich allerdings nicht darum herum, mir noch einen kleinen Gin Tonic zu gönnen, immerhin ist heute World Gin Day!

Tag 7 (14. Juni): Finale! Auch wenn das Wasser noch immer schmeckt, freue ich mich doch wieder auf ein wenig Abwechslung in meinem Trink-Alltag. Trotzdem wird sich heute nochmal angestrengt. Um 11.30 Uhr ist die erste Flasche geleert, der nächste dreiviertel Liter um 15 Uhr. Es ist vollbracht! Ich habe die Wasserwoche (mit einem klitzekleinen bisschen Schummeln) geschafft!

Mein Fazit: Genug zu trinken ist gar nicht mal so schwer. Es müssen ja keine 2,5 Liter am Tag sein. Ich werde sicherhin weiterhin versuchen, mehr zu trinken. Und da ich mir vor kurzem eine neue Fahrradtrinkflasche (750ml) mit Skala gekauft habe, werde ich auch weiterhin einen guten Überblick darüber haben. Nur Mineralwasser zu trinken ist eigentlich auch keine große Herausforderung für mich gewesen. Die Ausnahmen ergaben sich eben durch besondere Anlässe. Trotzdem werde ich nicht dauerhaft werde ich aber sicher nicht auf Kaffee verzichten, denn schließlich weiß ich nicht zuletzt durch meine Bachelorarbeit zum Thema „Der Zusammenhang von Ernährung und Demenz“, welche präventiven Auswirkungen er auf die Gesundheit haben kann. Und meinen Tee möchte ich auch nicht missen.

Zu guter Letzt möchte ich mich an dieser Stelle schon einmal bei dem Menschen entschuldigen, der demnächst hinter mir am Leergutautomaten warten muss. 😉

Unterschrift* Da ich nicht immer eine ganze Flasche auf einmal geleert habe, fand ich die „TrinkCheck“-App von Gerolsteiner ganz hilfreich. Vielleicht werde ich sie in Zukunft auf noch das ein oder andere Mal zur Hilfe herbeiziehen.

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