Zwetschgendatschi

Zwetschgendatschi00Hallo ihr Lieben,

seit einer Woche bin ich nun wieder aus dem Urlaub zurück und könnte schon wieder ein paar Tage vertragen. Aber wer kennt das nicht? In diesem Sommer waren wir mal wieder in Bayern. Zuerst haben wir uns das Gäubodenvolksfest in Straubing angeschaut, dann sind wir weiter in den Chiemgau gereist, um dort ein bisschen die Natur zu erleben, zu wandern und Rad zu fahren. Und natürlich haben wir auch die bayrische Küche in vollen Zügen genossen. Besonders freue ich mich, wenn ich im Spätsommer nach Bayern komme, immer auf ein Stück frischen Zwetschgendatschis. Und so bin ich auch diesmal nicht drum herum gekommen.

Zurück zuhause waren dann auch hier die ersten einheimischen Zwetschgen im Sortiment und natürlich brannte es mir gleich unter den Fingernägeln. Zwar ist Hefeteig etwas aufwändiger herzustellen als ein normaler Rührteig, dafür schmeckt er mir einfach viel besser, da er mit wenig Zucker auskommt. Und das Rezept, das ich mir dafür aus meinem Hannes Weber-Backbuch („Lust auf Backen“) rausgesucht habe, bringt dank des Gehens im Kühlschrank über Nacht ein lockereren und weniger trockenen Teig, der zudem länger frisch bleibt. Lasst uns gleich loslegen:

Zwetschgendatschi01Zutaten (für 1 Backblech):

  • 250g Mehl (550er)
  • 9g frische Hefe
  • 100ml kalte Milch
  • 25g Zucker + 40g für den Belag
  • 5g Honig
  • 1 kleines Ei
  • 40g weiche Butter
  • 1 TL Salz
  • Mark von 1/4 Vanilleschote
  • etwas Zitronenschale
  • 1,5kg Zwetschgen
  • 3 EL Zimt

Gebt das Mehl in eine große Rührschüssel. Bröckelt dann die Hefe darauf. Danach könnt ihr die restlichen Zutaten dazu geben, aber ihr solltet darauf achten, dass der Zucker und das Salz möglichst nicht direkt mir der Hefe in Kontakt kommen. Rührt dann die Zutaten mit dem Knethaken für ca. 10 Minuten auf kleinster Stufe. Anschließend könnt ihr euer Handrührgerät oder eure Küchenmaschine höher stellen und für weitere 5 Minuten weiterkneten. Wenn er glatt und leicht glänzend ist, bedeckt die Schüssel mit einer Frischhaltefolie (wichtig: kein Küchentuch, das würde den Teig austrocknen!) und lasst den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen.

Zwetschgendatschi02Am nächsten Tag könnt ihr den Teig dann aus der Schüssel nehmen und auf der bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kräftig von Hand durchkneten. Anschließend nehmt ihr ein Nudelholz und wellt den Teig auf die größe eures Backblechs aus. Dieses belegt ihr mit Backpapier und gebt den Teig darauf.

Heizt euren Backofen auf 190°C vor. Nun geht’s an die Zwetschgen. Schneidet diese so ein, dass ihr sie längs aufklappen könnt und entnehmt den Kern. Dann schneidet die beiden Seiten jeweils nochmal in der Mitte ein, aber nicht ganz durch. So könnt ihr die Zwetschgen leicht auseinanderklappen, spart euch aber beim Belegen ein bisschen Zeit. Legt die Früchte nun in Reihen auf den Teig, die Schnittfläche nach Oben.

Zwetschgendatschi03Mischt nun noch 40g Zucker mit 3 EL Zimt. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch noch ein Päckchen Vanillezucker für den guten Geschmack dazu geben. Von dieser Mischung verteilt ihr etwa die Hälfte auf den aufgeschnittenen Früchten.

Zwetschgendatschi04Schiebt das Blech in den Ofen und backt den Kuchen für ca. 35 Minuten. Bereits nach wenigen Minuten wird euer Zuhause anfangen, ganz himmlisch zu duften! Wenn der Kuchen fertig und goldbraun ist, holt ihn aus dem Ofen und verteilt die restliche Zimt-Zucker-Mischung entweder noch direkt auf dem warmen Kuchen, oder tut dies kurz vor dem Servieren.

Zwetschgendatschi05Und dann könnt ihr ihn euch endlich schmecken lassen. Und weil es sich ja nur um Obst handelt, könnt ihr ruhigen Gewissens auch noch einen Klacks Schlagsahne zu eurem Stück Kuchen genießen. 😉 Schreibt mir gerne, wie euch euer Zwetschgendatschi gelungen ist.

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